Raumakustische Optimierung

Eine Einführung in die Raumakustik mit Hörbeispielen
und anderen interaktiven Elementen

von Detlef Hennings - Köln - www.eclim.de


Auf den ersten Blick mag es verwundern, wenn im Zusammenhang mit Raumakustik die Themen passive Klimati­sier­ung oder thermoaktive Decken auftauchen. Das liegt jedoch daran, daß in neuen, energetisch optimierten Gebäuden diese thermisch genutzten Decken häufig eingesetzt werden, um mit geringem Energieaufwand ein angenehmes sommerliches Innenklima herzustellen. Daraus ergeben sich neue Aufgaben für die raumakustische Planung, denn diese Decken können nur noch sehr eingeschränkt für die akustische Bedämpfung genutzt werden. Die bisherige Standardlösung 'Akustikdecke' ist nicht mehr geeignet, da Schallabsorber in der Regel wärmedämmend wirken und daher die thermische Deckenwirkung verhindern würden. Neue Lösungen sind gefragt, die eine gute raumakustische Qualität herstellen, ohne dabei die thermischen Wirkungen der Decke zu beeinträchtigen. Auf diesen Aspekt wird jeweils besonders eingegangen, wo er in der Planung eine Rolle spielt.

In diese Einführung sind Erfahrung und Material aus mehr als zehn Jahren Lehre 'Akustik für Architekten' an der Universität Wuppertal eingeflossen. Ein erste Fassung entstand 2009 / 2010 für das 'Lernnetz Bauphysik'....

Doch nun eine kurze Übersicht über die Kursinhalte:

Als Erstes werden einige Eigenschaften des Schalls und Grundlagen der Raumakustik dar­ge­stellt, deren Kenntnis Voraussetzung für eine gute raumakustische Planung sind.

Im Zentrum der Betrachtung steht ein Raum, an dem beispielhaft die Planung durchgespielt wird und Lösungsansätze erörtert werden. Anschließend besteht die Möglichkeit, in einem Online-Rechner die Auslegung und Optimierung selber zu trainieren. Abgerundet wird der Kurs mit einem gebauten Beispiel aus dem EnOB-Programm, daß mit Meßergebnissen und vor-Ort-Hörproben darge­stellt wird.

Neben Texten und Grafiken werden dem akustischen Thema entsprechend Hörproben als Mittel der Darstellung genutzt. Da es um Raumakustik geht, sollen die Hörproben auch Raum­eindrücke vermitteln. Deshalb sind die Hörproben 'ohrbezogen' ('binaural') hergestellt und es ist unbedingt notwendig, daß zum Anhören ein (möglichst guter) Kopfhörer verwendet wird - zur Not tut es aber auch der Ohrhörer eines mp3-Players. Gänzlich ungeeignet sind dagegen Lautsprecher, seien sie noch so gut. Denn beim Anhören über Lautsprecher und damit unver­meidlich einen Wiedergaberaum gehen die Eigenschaften des dargestellten Raums großenteils verloren und es können falsche Eindrücke entstehen.




(c) D. Hennings (2001-2010)

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Stand 2010-12-01